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10.09.10 18:00 Uhr: Die „Liturgie des Loslassens und Festhaltens“

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Perlen des Glaubens im Februar - wie alles begann

Ein Rückblick zum Jahresbeginn

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

liebe "Perlen des Glaubens"- Freunde!

Ein frohes Neues Jahr! Jetzt noch? Nun ja, das Neue Jahr hat sich doch schon ein wenig abgenutzt. Es ist nicht mehr ganz so neu, aber auch noch nicht wirklich alt. Noch sind die guten Vorsätze nicht vergessen, ebensowenig was noch war im "alten" Jahr. Ähnlich wie beim Tagesrückblick mit dem Perlenband können wir uns mit den Perlen des Glaubens auch fragen: Was war gut im letzten Jahr? Was kann in diesem Jahr noch besser werden oder welche Perlenfarben sind mir begegnet im letzten Jahr? War von jeder Perle etwas dabei oder hat die eine oder andere Perle überwogen? Sollte ich für dieses Jahr mehr auf die blaue und die roten Perlen achten oder nehme ich öfter mal die kleine perlmuttfarbene Ich-Perle zur Hand, um mich auf das zu besinnen, was ich will und möchte?

In diesem Sinne, wollen wir im ersten Newsletter Rückschau halten und diejenigen vorstellen, die die "Perlen des Glaubens" mit nach Deutschland, mit nach Nordelbien brachten und ein paar Menschen, die hier ( im hohen Norden) damit arbeiten. Gleichzeitig stellen wir damit auch diejenigen vor, deren Namen Sie immer wieder als AutorInnen unter den Artikeln des Newsletters lesen werden.

Am Ende eines jeden Newsletters informieren wir Sie über Neuigkeiten zu den Perlen des Glaubens und geben eine Vorschau auf Veranstaltungen mit den Perlen des Glaubens. Sollten Sie selbst in Ihrer Gemeinde Veranstaltungen zu den Perlen des Glaubens planen, kontaktieren Sie uns bitte, damit wir auch Ihre Veranstaltungen veröffentlichen können.

Aber vorerst zurück zu den Menschen:

Dr. Kirstin Faupel-Drevs ist Pastorin der Nordelbischen Ev.-Luth. Kirche und Spiritualin im Ansverushaus Aumühle bei Hamburg.

Wann, wo und wie sind Ihnen die Perlen des Glaubens das erste Mal begegnet?

Ich habe die Perlen des Glaubens in Finnland bei einer guten Freundin unter dem Namen "Gebets-Perlen" kennengelernt. Beim Auffädeln der Holzperlen (damals gab es noch keine aus Glas) kamen wir in so tiefe Gespräche über Glaubens- und Lebensfragen, dass ich gleich dachte: das möchte ich mit nach Hause nehmen und anderen davon erzählen.

Wie ist Ihr eigener, sozusagen "privater" Umgang damit?

Ich trage die Perlen immer am rechten Handgelenk, nur nicht beim Schreiben. Dann liegen sie links neben mir auf dem Schreibtisch oder neben dem PC. In ruhigen "Zwischenzeiten", z.B. beim Spazierengehen, Bahnfahren oder beim Schlangestehen nehme ich sie in die Hand und bete in der Weise des Herzensgebets.

Haben Sie eine „Lieblingsperle“?

Meistens eine der schmalen.

In welchem "Bereich" arbeiten Sie mit den Perlen?

Ich leite regelmäßig Kurse mit den Perlen, für einen Nachmittag oder auch ganze Tage. Im Ansverus-Haus gibt es daneben auch Wochenkurse mit dem Namen "recreatio", die die Form kleiner Exerzitien hat haben. Die Perlen des Glaubens bilden hier die inhaltliche Leitschnur auf dem innere Weg.

Außerdem sind sie mir eine gute Hilfe bei der geistlichen Begleitung von Menschen.

Was ist Ihnen das Wichtigste an den Perlen des Glaubens?

Dass es möglich ist, über sie mit so vielen unterschiedlichen Menschen ins Gespräch, aber auch ins Beten zu kommen. Das berührt mich immer wieder neu.



Jens Ehebrecht-Zumsande ist Referent für Gemeindekatechese in der Pastoralen Dienststelle des Erzbistums Hamburg.

Wann, wo und wie sind Ihnen die Perlen des Glaubens das erste Mal begegnet?

Im Sommer 2003 brachte mir ein Kollege die Perlen aus dem Schwedenurlaub mit und meinte: "Da kannst du bestimmt was mit anfangen. Das ist so eine Art Rosenkranz.“ Ich konnte erst einmal ganz wenig damit anfangen und die Perlen lagen auf dem Schreibtisch. Ab und zu nahm ich sie zur Hand, aber ich wusste nicht so recht, was ich damit sollte. Ungefähr drei Wochen später erzählte mir eine andere Kollegin von ihrem Schwedenurlaub und dass sie dort Perlen entdeckt hat, die mit einem Gebet verbunden sind. Nun war ich "infiziert" - das konnte kein Zufall sein. Ich hab mich dann sehr mit den Perlen beschäftigt und einen Weg des Betens mit ihnen probiert und auch angefangen meine Erfahrungen mit anderen zu teilen, uns auszutauschen. Dann ging alles ganz schnell. Der Kontakt mit den KollegInnen vom AfÖ brachte eine ökumenische "Perlengruppe“ zusammen.

Wie ist Ihr eigener, sozusagen "privater" Umgang damit?

Die Perlen haben inzwischen einen festen Platz in meinem Alltag gefunden. Ich habe sie in der Regel in der Hosentasche immer bei mir. Wenn ich sie im Laufe des Tages zufällig oder ganz bewusst berühre, dann ist das wie eine "Unterbrechung für Sekunden" - ein Moment des Innehaltens, so wie ein Stoßgebet.

Abends mache ich mit den Perlen gerne einen Tagesrückblick und verbinde sie mit dem Abendgebet. Dann kann ich mich zum Beispiel fragen: "Wo waren heute in meinem Tag Erfahrungen von Gelassenheit?", oder: "Wer ist mir heute liebevoll begegnet - mit wem bin ich liebevoll umgegangen?" usw.

Es gibt auch Tage, wo ich einfach nur eine Perle zur Hand nehme. Das hängt dann mit meiner momentanen Lebenssituation zusammen. Was liegt gerade bei mir an?

Haben Sie eine „Lieblingsperle“?

Meine „Lieblingsperle“ ist die Perle der Gelassenheit.

In welchem "Bereich" arbeiten Sie mit den Perlen?

Ich bin im Erzbistum Hamburg in der Pastoralen Dienststelle tätig. Zu meinen Aufgaben gehört u. a. die Begleitung von haupt- und ehrenamtlichen KollegInnen, die sich im Bereich der Katechese, der Glaubensweitergabe engagieren. Die Perlen des Glaubens sind hier ein sehr gutes und inzwischen auch viel genutztes Medium. Mir fällt da

z. B. der Bereich der Firmvorbereitung ein. Ich versuche in Kursen und in der Beratung mit den Verantwortlichen Wege für die konkrete Umsetzung in der Praxis zu entwickeln.

Neben dieser eher katechetischen und religionspädagogischen "Nutzung" der Perlen des Glaubens erlebe ich viele Menschen, die nach (einfachen) Wegen und Formen des Gebetes suchen. Ich habe zusammen mit einer Kollegin die Perlen des Glaubens in Besinnungstagen oder auch in Exerzitien im Alltag vorgestellt.

Was ist Ihnen das Wichtigste an den Perlen des Glaubens?

Mir ist sehr wichtig geworden, dass die Perlen des Glaubens mir ermöglichen, meinen Weg mit ihnen zu finden und ich trotzdem verbunden bin mit anderen, die auf ihre Weise auch mit ihnen leben und dies über konfessionelle Grenzen hinweg. Die Perlen stehen für mich für persönliches Gebet ebenso wie für Gebet in Gemeinschaft. Ich erlebe sie außerdem als Anstoß für viele Gespräche.

Ich glaube, dass der Charme der Perlen des Glaubens in ihrer "Einfachheit" liegt. Sie helfen mir mich zu konzentrieren, weil sie selbst "konzentriert" sind.



Susanne Pertiet, Jahrgang 1959, ließ sich nach einer Lehre zur Druckform-Herstellerin, zur dipl. Farbgestalterin IACC in Salzburg ausbilden. Daran schloss sich ein Studium zur Grafik-Desigerin an der Kunsthochschule Alsterdamm in Hamburg an. Heute ist sie freischaffend als Grafik-Desigerin und Farbgestalterin tätig.

Wann, wo und wie sind Ihnen die Perlen des Glaubens das erste Mal begegnet?

Vom AfÖ kam die Anfrage, ob ich Interesse hätte, den Auftritt der Perlen des Glaubens zu gestalten, bzw. mich darum zu bewerben. Das wollte ich nicht ohne vorher zu wissen, um was es genau geht. Und so habe ich erstmal alles gelesen, was es seinerzeit darüber zu erfahren gab. Viel war es nicht, aber die Perlen hatten mich schon „infiziert“.

Wie ist Ihr eigener sozusagen "privater" Umgang mit den Perlen des Glaubens?

Kurz: zeitlich unregelmäßig, formal selektiv, inhaltlich kreativ. Das heißt: Besonders in Phasen großer innerer Bewegung habe ich das Perlenband bei mir, in der Hosentasche. Das beiläufige Anfassen gibt mir ein Wohlgefühl und Sicherheit. Von Zeit zu Zeit hole ich das gute Stück ans Tageslicht und habe ein Gegenüber für innere Gespräche. Gedanken kristallisieren sich an einzelnen Perlen, wachsen zu ganzen Spaziergängen durch Erlebtes und nicht Erlebtes. Die Gedanken suchen sich die Perlen selbst aus.

Haben Sie eine "Lieblingsperle"?

Ja. Es ist mir jeweils die Perle am nächsten, die mir in meiner jeweiligen Situation "Ansprechpartner" ist. Im Sinne von Herausforderung und Trost. Das wechselt also mit dem Erleben von Arbeit, Freundschaft, Gesundheit, bzw. deren momentane Abwesenheit, kurz: mit meinem Dasein im Großen und Ganzen. Vor kurzem half mir die Wüstenperle durch ein schwieriges Wegstück, im Moment sind es die Geheimnis-Perlen, die mir am ehesten helfen, ungeahnt viel und Gutes, das auf mich zukam und kommt, zu fassen. Jede Perle aber "funktioniert" für mich nur im Zusammensein mit der Gottesperle.

Wie ist Ihr "Arbeitsbereich" bei und mit den Perlen des Glaubens?

Als Grafikdesignerin habe ich die schöne Aufgabe, dem Spirituellen der Perlen des Glaubens ein Gesicht zu geben. Jedes Medium, das mit den Perlen des Glaubens zu tun hat, soll die Idee, die darin steckt, transportieren, und das möglichst einheitlich. Damit ohne Nachdenken erkennbar ist, dass dieses und jenes zu den Perlen des Glaubens gehört. Zu meinem Arbeitsbereich gehören vor allem die gedruckten Dinge (Broschüren, Bücher, CD-Ausstattung) und die Hilfsmittel für die Präsentation bei Veranstaltungen.

Was ist Ihnen das Wichtigste an den Perlen des Glaubens?

Am christlichen Glauben protestantischer Ausprägung gefällt mir die Freiheit im Umgang mit den in der Bibel überlieferten Inhalten. Damit ist natürlich eine große Verantwortung für das eigene Tun verbunden. Genau diese Freiheit und diese Verantwortung erlauben die Perlen des Glaubens, ja, sie fordern geradezu dazu heraus.



Meditationsbild der Gottesperle

Susanne Pertiet



Sandra Peters-Hilberling hat im Amt für Öffentlichkeitsdienst die Projektstelle für "Perlen des Glaubens" inne und ist Pastorin im Ehrenamt der Nordelbischen Ev.-Luth. Kirche.

Wann, wo und wie sind Ihnen die Perlen des Glaubens das erste Mal begegnet?

Die Perlen des Glaubens wurden mir während des Vikariats von einem Kirchenvorsteher geschenkt, und zwar direkt vor meinem Examensgottesdienst. Durch die blaue Perle an Ruhe und Gelassenheit erinnert zu werden, war da eine Hilfe.

Seitdem trage ich das Perlenband in der Tasche meines Talars und nehme es für das gemeinsame Gebet mit dem Lektor oder der Lektorin vor dem Gottesdienst zur Hand. Eine Perle bzw. ein Thema bestimmt dann immer das vorbereitende Gebet.

Wie ist Ihr eigener, sozusagen "privater" Umgang damit?

Ich habe mehrere Perlenbänder: eines in der Talartasche, eines auf dem Schreibtisch im Büro, eines auf dem Schreibtisch zu Hause und eines in der Handtasche oder ich trage es am Handgelenk. Auf diese Weise fällt mein Blick im Alltag immer wieder auf dieses Band und lässt mich inne halten, danach greifen, ein oder zwei Perlen in den Blick nehmen, einen Gedanken fassen oder ein Gebet sprechen.

Haben Sie eine „Lieblingsperle“?

Ja! Es variiert und ist von momentanen Befindlichkeiten und meiner Lebenssituation abhängig. Oft ist es die Perle der Gelassenheit, aber auch die Viererkombination: Gottesperle ‑ Perle der Stille ‑ Ich-Perle ‑ Taufperle zieht mich immer wieder an.

In welchem "Bereich" arbeiten Sie mit den Perlen?

Ich bin für das „Organisatorische“ rund um die Perlen des Glaubens zuständig – das „Tagesgeschäft“ sozusagen. Dazu gehören Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit, wie z.B. die Homepage und der Newsletter, aber auch die Mit-Entwicklung neuer „Perlen“-Produkte und deren Umsetzung, wie z.B. ein Werkstattbuch mit Impulsen für die Gemeindearbeit oder eine neue CD.

Was ist Ihnen das Wichtige an den Perlen des Glaubens?

Wichtig ist mir, dass diesem Perlenband die Freiheit innewohnt, seinen eigenen Weg damit zu suchen und zu gehen. Es gibt keine vorgeprägten Gebete oder Formeln. Stattdessen kommt es auf mich selbst an und darauf eine eigene Sprache, eigene Worte für meinen Glauben zu finden. Das durch das Perlenband „zum Anfassen“ andere Sinne als üblich angeregt werden und sich mir dadurch manches leichter oder noch einmal neu eröffnet, finde ich großartig und extrem wichtig.



Und nun zu den Neuigkeiten:

Die Perlen des Glaubens 

als Bausatz!

Ideal für die Arbeit in Gruppen gibt es nun auch den Bausatz, um die Perlen des Glaubens selbst aufzufädeln.

Die Bausätze sind jeweils im 10er Pack erhältlich und enthalten fair gehandelte Perlen.

Preis: 65,- Euro pro 10er Pack

Zu bestellen bei: Lutherische Verlagsgesellschaft Kiel



Perlen- Veranstaltungen im Februar und März:

12.02.-13.02.2007

Perlen des Glaubens in der Konfirmanden-Arbeit

Ansverus-Haus, 21521 Aumühle



14.02.02007

Leben mit den Perlen des Glaubens - Vertiefungskurs

Ansverus-Haus, 21521 Aumühle



06.03.2007

Perlen des Glaubens im Kindergarten

Ansverus-Haus, Aumühle

Für genauere Informationen klicken Sie bitte auf der "Perlen"-Homepage auf "Veranstaltungen".



Vorschau März-Newsletter:

Perlen des Glaubens in der Karwoche

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Der "Perlen des Glaubens"-Newsletter wird herausgegeben vom Amt für Öffentlichkeitsdienst der Nordelbischen Ev.-Luth. Kirche und der Lutherischen Verlagsgesellschaft in Kiel. Er erscheint einmal im Monat. Der Bezug ist kostenlos. Alte Ausgaben finden Sie auf der "Perlen des Glaubens"-Homepage im "Newsletter-Archiv".

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